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GFS vs ICON: Welchem Windmodell solltest du vertrauen?

Ein praktischer Guide zu GFS und ICON: wann welches Modell staerker ist, wie du Abweichungen liest und warum beide zusammen die beste Entscheidung liefern.

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Kitesurfer an einer windigen Kueste mit ueberlagerten Wettermodell-Gittern ueber Meer und Land.
Zwei Vorhersage-Layer ueber derselben Kueste zeigen den Kernunterschied: breites globales Feld gegen feineres Kuestengitter.

Wenn du vor einer Session die Vorhersage pruefst, zeigen verschiedene Tools oft verschiedene Zahlen. Eine App sagt 18 Knoten, eine andere 12. Der Grund ist meist simpel: Sie nutzen unterschiedliche Wettermodelle. Fuer Windsport sind GFS und ICON die beiden Namen, die du am haeufigsten triffst.

Der Unterschied ist nicht akademisch. Er entscheidet, ob du losfaehrst, welche Kitegroesse du einpackst und wie viel Vertrauen du in ein Zeitfenster setzt. Fuer die groessere Einordnung, was da eigentlich weht - Gradient, Thermik, katabatisch oder frontal - lies auch Windarten fuer Rider.

Was ist GFS?

GFS steht fuer Global Forecast System. Es wird von NOAA betrieben, viermal taeglich aktualisiert, deckt die ganze Welt ab und rechnet etwa 13 km Aufloesung bis 16 Tage in die Zukunft. Diese globale Reichweite macht GFS extrem nuetzlich fuer Trends, grosse Drucksysteme und offene Meereslagen.

GFS ist stark bei:

  • grossraeumigen Fronten und Gradientwind
  • Trends fuenf bis zehn Tage im Voraus
  • offenen Kuesten ohne starke lokale Effekte

GFS schwaechelt bei:

  • Seebrisen, Talduesen und komplexer Topografie
  • ploetzlichen lokalen Drehungen
  • genauen Zahlen in Kuestenlagen nach Tag sieben

Was ist ICON?

ICON ist das Icosahedral Nonhydrostatic Modell des Deutschen Wetterdienstes. Es rechnet hoeher aufgeloest als GFS, global etwa um 7 km und regional noch feiner, und wird alle sechs Stunden aktualisiert. Gerade in Europa und an Kuesten ist ICON fuer viele Rider oft naeher an der Realitaet.

ICON ist stark bei:

ICON schwaechelt bei:

  • sehr langen Zeitraeumen
  • tropischen Regionen, in denen GFS viel historische Staerke hat

Abweichungen lesen

Wenn GFS und ICON bei Timing, Richtung und Staerke uebereinstimmen, ist das ein gutes Signal. Wenn sie auseinanderlaufen, ist nicht automatisch eines falsch. Es heisst: Die Atmosphaere ist empfindlich, und kleine Startunterschiede fuehren zu anderen Ergebnissen.

Situation Entscheidung
Beide Modelle stimmen ueberein hohes Vertrauen, normal planen
Richtung gleich, Staerke anders Mitte erwarten; an Kuesten eher ICON gewichten
Timing 2-4 Stunden versetzt am Morgen erneut pruefen
Komplett verschieden Trend der letzten Laeufe beobachten

Fuer Kitesurfen an europaeischen Kuesten ist ICON am Tag selbst und am Folgetag oft verlaesslicher, weil es lokale Thermik und Topografie besser erkennt. Fuer Trips sieben bis zehn Tage vorher sind beide nur Trendwerkzeuge. Die beste Methode ist deshalb nicht entweder/oder, sondern beide nebeneinander lesen. Genau deshalb zeigt Wavind mehrere Modelle parallel und bewertet auch die Streuung statt nur eine Zahl.

In der Praxis anwenden

Öffne in Wavind die aktuelle Wind-, Wellen- und Gezeitenvorhersage für jeden Spot.

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